Samstag, 6. November 2010











Als der Morgen anbrach, fieberte die nächste Prinzessin... .
Die Sonne hat ihre Strahlen so verlockend durch die Vorhänge geschickt, dass ich nicht anders konnte als in der Küche sitzend eine kleine Reise zu machen. Ich habe meinen Prinzen die Pferde seiner Schwestern vorspannen lassen und bei einer Tasse vom grauen Earl habe ich Mark Rothko besucht. Die Reise geht weiter über den Königlichen Berg zu der Weberei auf die Insel des Prince Edward; ich süße mir den Tee mit einem indischen Löffel Zucker aus dem gelobten Land und mache einen längeren Halt auf Seeland. Kobenhavns Porcellains Maleri ist faszinierend! Mich fröstelt ein wenig und so wärme ich mich an den südfranzösischen Pinienzapfen der Senhora Da Nivame - bis mich ein 
"Mama...?" schnell wieder zurück bringt.


Kommentare:

  1. so wie du mit den Dingen auf Reisen gehst, geht es mir mit Filmen und Musik und Buechern und Bildern. Sie bringen uns an Orte, die wir zu Fuss nicht erreichen, die nur mit dem Herzen bereist werden koennen. Ich bin zu unstet um Dinge zu sammeln, aber sie fallen dennoch an, ohne Anstrengung, werden Dinge zu Reisebegleitern, und ein Metroticket aus Paris weckt Sehnsuechte - longing - belonging

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  2. Thank you, Jasmin.

    Liebe Irena,
    ist es nicht auch so, dass durch Dinge, denen Erinnerungen anhaften, die Gefühle abrufbar werden? Dass quasi einverleibte Eindrücke wieder aktiviert werden? So lösen zum Beispiel die Pinienzapfen, die mir dieses Jahr mitgebracht wurden, Erinnerungen aus, die aus dem Jahr 1989 stammen, als ich selbst an der französischen Atlantikküste gezeltet habe. Dadurch kann ich im Heute eine Reise machen, die ich vor über 20 Jahren machte. Und ich kann mir nur die positiven Erinnerungen rausfiltern ;-)
    Und ein Metroticket kann mich daran erinnern, wie schön es in Paris war und meine Sehnsucht wecken, weil ich das Schöne wiederholen möchte.

    Filme und Bücher tragen mich, wenn sie gut sind auf eine neue Reise.
    Es ist ein Sowohl-als-auch, kein Wiederspruch.

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  3. Mich erinnern die Pinienzapfen an einen spätsommerlichen Spaziergang der Gräfin Ariane mit der Gräfin von Eppenthorp entlang des Ufers am Isebekkanal bei dem Sie sich eifrig über Kunst und Dichtung austauschten. Auf dem Rückweg sammelten sie seltene Pinienzapfen.

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  4. ... and yet, any journey, any memory will quickly fade or hide, by this simple word: 'Mama'... But the beauty lingers on for a long time.

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